Carmen Grütter

Präsidentin

 

Seit meiner frühen Kindheit sind Tiere sehr wichtig für mich, ob unsere Huskys, der Labrador Dustin, das Chinchilla oder die Mehrschweinchen. Mit zehn Jahren kam mein Islandpony Perla zu mir. Sie begleitete mich, bis ich mich auf Grund des Studiums trennen musste. Perla lernte mir sehr viel, so auch, was es heisst früh Verantwortung zu übernehmen. Mein Herz schlägt noch heute für die Pferde und ich habe nie eine Gelegenheit ausgelassen mit diesen feinfühligen edlen Tieren in Kontakt zu bleiben.

 

Kennengelernt habe ich Michelle bei den Pferden auf dem Therapiehof in Kiesen, wo unsere Freundschaft ihren Anfang nahm. Fast drei Jahrzehnte sind seit damals vergangen und in der Zwischenzeit ist viel passiert, doch haben wir uns nie aus den Augen verloren. Ich erinnere mich daran, wie wir Michelles Pony zu erziehen versuchten. Stellen Sie sich vor: zwei ambitionierte Mädchen und ein dickköpfiges Tier, das sich beharrlich weigert den Stall zu verlassen. Wie lange haben wir versucht, das ansonsten so friedliche Wesen zu überzeugen, uns auf einen Waldspaziergang zu begleiten? Mit Geduld, mit Bestechung, mit Vehemenz. Alles hat nichts gebracht. Doch wer Michelle kennt, der weiss, sie gibt niemals auf. Eines Tages hatte sie ihr Pony so weit und dieses liess sich von ihr zu Ausritten ausführen, obwohl längst kaum mehr jemand daran glaubte Ein paar Jahre später gingen wir jeweils zusammen in den Ausgang, tanzen. Michelle ist eine wundervolle Tänzerin. Mich schmerzten am Ende des Abends die Füsse, von ihr kam nie ein Wort der Klage trotz Wunden und Blasen an den Füssen. Heute treffe ich sie zum „Suppen-Znacht“ und geniesse die Gespräche mit ihr.

 

In all der Zeit, in der ich Michelle kenne, darf ich immer wieder Zeugin davon werden, wie es ihr gelingt Dinge, die unmöglich scheinen, möglich zu machen. Als Reiterin träume auch ich vom „Reiten am seidenen Zügel“ und suche das harmonische Miteinander zwischen Pferd und Mensch. Wie schön muss es sein, mit dem Pferd zu tanzen und den Zauber der Leichtigkeit zu spüren. Wer wäre besser geeignet als Michelle, uns dies vorzuleben und damit auch andere zu ermutigen, das Unmögliche anzugehen? Nicht aufgeben, den Schritt nach vorne wagen, beharrlich sein, Projekte anpacken, jetzt und heute - damit inspirierte und bereichert Michelle mein Leben. Mit meiner Präsidentschaft für den Verein Silken Reins will ich daran teilhaben und mithelfen, dass auch andere an Träume glauben dürfen.